Marianne Veigel 3 Kommentare

Bericht des Vorstandes zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2017:

Mag. Christian BÖHM, Vorsitzender des Vorstandes:
Vortrag zu :
„Pensionskassenmarkt in Österreich, kapitalgedeckte Altersvorsorge, Veranlagung und Kapitalmärkte“
U.a. wurden von Herrn Böhm präsentiert –
+) zahlenmässige Darstellung des Pensionskassenmarktes in Österreich, davon die Marktanteile der APK
+) Aufstellung kapitalgedeckte Altersvorsorge der OECD-Länder in % vom BIP
+) Darstellung der Finanzmarktsituation – Niedrigzinsumfeld, Performance diverser Staatsanleihen (teilweise sehr unterschiedlich!), Aktienmarkt, Veranlagungsstruktur der APK.

Herr Böhm betonte das gute Veranlagungsergebnis 2017 der APK mit einer durchschnittlichen Performance von 7,0 und auch den Performancevorsprung der APK gegenüber den übrigen überbetrieblichen Pensionskassen von 0,8 % in 2017 und 0,5 % über die letzten 3 Jahre.

Mag. Alfred UNGERBÖCK, Mitglied des Vorstandes:
Vortrag zu:
„VRG–Kennzahlen und wirtschaftliche Entwicklung der AG“
Herr Ungerböck referierte über die wesentlichen Kennzahlen und wies insbesonders darauf hin, dass bei der APK die Entwicklung (= Erhöhung) z.B. Anzahl der Berechtigten, Anzahl der AWB, Höhe der Beiträge (noch) über dem Marktwachstum liegt.
Der Ist-Wert der Schwankungsrückstellung beträgt bei der APK 7,5 % der Deckungsückstellung – die APK zeigt sich laut Herrn Ungerböck damit gut aufgestellt für z.B. die Anpassung biometrischer Rechnungsgrundlagen, weitere Herausforderungen für 2018 (bisher schlechte Entwicklung des Kapitalmarktes)…
Die AG ist gut kapitalisiert, die Umsätze sind gestiegen, die AG zahlt an ihre Aktionäre eine Dividende von € 7,00 pro Aktie, in Summe € 1,070.993,–.

Der Ablauf der HV war (wie immer) zügig (Abarbeitung der Tagesordnung); es gab nur 1 Frage aus dem Kreis der Berechtigten (zu VRG 23).

— 3 Comments —

  1. Als bei der HV anwesende Leistungsberechtigte (VRG 23/Sub 1) habe ich die die Darstellung und Fragestellung des Vorsitzenden des Vereins IVP (= Interessensgemeinschaft Verbund-Pensionsberechtigte/ der Verbund ist seit 2014 bei APK) für diese VRG genau verfolgt.
    Alleine die Datenreihe der Entwicklung 2014 bis 2017 zeigt das ganze Dilemma dieses Pensionskassensystems, wo das volle Risiko beim Berechtigten liegt:
    Zeitreihe 2014 bis 2017:
    Performance in Summe (4 Jahre): + 20,6 %, 2017: + 6,9 %
    Pensionserhöhung in Summe: + 1,7 %, 2017: + 0,5 %
    Inflation in Summe: + 5,5 %, 2017/18: + 2,1 %
    Das bedeutet in diesem Zeitraum einen realen Pensionsverlust von minus 3,8 %.

    Auf die Frage, warum bei 6,9 % Performance nur eine Erhöhung von 0,5 % (bei LB mit Schwankungsrückstellung) herauskommt, gibt es immer diese Antwort:
    PK bewegen sich im gesetzlichen Rahmen – dotieren die Veranlagungserträge in die Schwankungsrückstellung und noch in die zusätzliche Schwankungsrückstellung. Nach dem Motto: die PK tragen kein Risiko können sie sich einen fetten Ertrag in die SR legen, wird ja bei nächster Gelegenheit wieder gebraucht z.B. wenn die Entwicklung am Kapitalmarkt 2018 so anhaltend schlecht bleibt wie derzeit. Um dann zu sagen: seht her! trotz schlechter Performance müssen wir eure Pension nicht reduzieren!
    Zum Abschluss ein Zitat aus der Fragenbeantwortung: „Ich an Ihrer Stelle wäre auch nicht zufrieden“ …..

    • Ohne Dotation der Schwankungsrückstellung könnten sich Pensionsbezieher der VRG23/1 über eine etwa 10% höhere Pension freuen – nämlich über jährlich hunderte Euros mehr!

      Doch gute Veranlagungserträge (wie + 20,6% seit 2014) werden den Berechtigten vorenthalten, primär für die “Imagepflege des Pensionskassensystems” reserviert und verbleiben zuletzt als “Anerbe” in der VRG.

      So unterstütze ich voll und ganz die Forderungen der PEKABE und des Seniorenrates nach einer Pensionskassen-Reform 2018:
      – optionaler Verzicht auf die Dotierung der Schwankungsrückstellung durch Leistungsberechtigte
      als Dauerrecht und
      – Abschläge bei Einführung neuer Generationentafeln obligatorisch auf 10 Jahre zu verteilen.

  2. Ohne Dotation der Schwankungsrückstellung könnten sich Pensionsbezieher der VRG23/1 über eine etwa 10% höhere Pension freuen – nämlich über jährlich hunderte Euros mehr!

    Doch gute Veranlagungserträge (wie + 20,6% seit 2014) werden den Berechtigten vorenthalten, primär für die “Imagepflege des Pensionskassensystems” reserviert und verbleiben zuletzt als “Anerbe” in der VRG.

    So unterstütze ich voll und ganz die Forderungen der PEKABE und des Seniorenrates nach einer Pensionskassen-Reform 2018:
    optionaler Verzicht auf die Dotierung der Schwankungsrückstellung durch Leistungsberechtigte als Dauerrecht und
    Abschläge bei Einführung neuer Generationentafeln obligatorisch auf 10 Jahre zu verteilen.

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