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Ein Weihnachts-
märchen

Das österreichische Bildungssystem liegt im Argen. Von den Kindergärten bis zu den Unis muss gespart werden, weil hinten und vorne das Geld fehlt. So fällt die Zukunft Österreichs den Sparzwängen zum Opfer.

Bei den Pensionskassen liegen 14 Milliarden Euro. Vor der Börsenkrise waren es sogar 16 Milliarden. 2 Milliarden haben sich seither in Luft aufgelöst. Das System brachte den Berechtigten in den letzten 10 Jahren gerade die Inflationsrate von ca. 2 %. Das bedeutet, dass die Pensionen und die Pensionsanwartschaften kaufkraftbereinigt jährlich um die Höhe des Rechnungszinses (3,5 % bis 6,5 %) gekürzt werden, das sind in 10 Jahren ca. 40 bis ca. 75 Prozent der ursprünglichen Pensionszusage. So fällt die Lebensplanung von 800.000 Österreichern einem nicht funktionierendem Pensionskassensystem zum Opfer.

In ihrer Not haben die Schüler, die Studenten und die Pensionskassen-
berechtigten gemeinsam einen Brief an das Christkind geschickt und zu Weihnachten lagen fast 4 Milliarden Euro als milde Gabe für das Bildungs-
system unter dem Christbaum. Die restlichen 10 Milliarden wurden an die Pensionskassenberechtigten verteilt. Allen war geholfen. Die Schüler wurden im PISA-Test Erster, die Studenten konnten unter besten Bedingungen studieren und die Pensionskassenberechtigten konnten mit ihrem Geld endlich etwas Vernünftiges anfangen. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie heute noch….

P.S.
Wie hat das Christkind das nur gemacht ? Hat es etwa gar die Notenpresse der Europäischen Zentralbank angeworfen ?  Nein. Es ging viel einfacher!

Die unnötigen Pensionskassen wurden aufgelassen und das Geld an die Pensionskassenberechtigten ausgeschüttet. So gingen fast 4 Milliarden als Steuern an den Staat, der sie umgehend in das Bildungssystem investierte. Die restlichen 10 Milliarden gingen teils in den Konsum und teils in eine funktionierende Altervorsorge.
 
So einfach geht’s, wenn das Christkind und nicht die Politiker entscheiden!

F.G.

 Ein bitterer Beitrag eines Betroffenen:


Die Pensionskasse 

-nach dem Märchen " Hans im Glück"-

Ich hatte siebenunddreißig Jahre bei meinem 

Herrn gedient, da sprach ich zu ihm:

"Herr, meine Zeit ist um, nun will ich gerne mein Leben genießen und in Pension gehen, gebt 

mir das Geld, das ihr mir all die Jahre von meinem Lohn abgezogen und für meine Ruhejahre gespart habt."  
 
Der Herr antwortete: "Du hast mir treu und ehrlich gedient, wie der Dienst war, so soll der Lohn sein. Doch ich kann dir dein Geld nicht bar auszahlen, du bekommst einen Teil von mir in Monatsraten ausbezahlt, den größten Teil aber habe ich in eine Kassa getan und du sollst auch daraus in jedem Monat Geld erhalten.“  
 
“Ich möchte mein gesamtes Geld aber von ihnen - in Monatsraten, wie vereinbart, wir hatten eine Vereinbarung.“  
 
„Ich habe die Vereinbarung gekündigt, meine Berater haben mir dazu geraten und deine Betriebsvertretung hat zugestimmt, dass der Großteil deines Geldes in diese Kassa wandert. Und es ist auch schon dort.“  
 
„Was ist das für eine Kassa?“, fragte ich etwas bang.  
 
„Mach dir keine Sorgen“, sagte der Herr, „ich gebe dir eine Berechnung mit auf den Weg, aus ihr kannst du ersehen, wieviel Geld ich in die Kassa getan habe und wie die künftige Verteilung aussehen wird. Du bist ein reicher Mann und in jedem Jahr wird deine Pension steigen, sodass du dir für deine Zukunft keine Sorgen machen sollst.“  
 
Mit diesen Worten übergab er mir eine Liste mit Ziffern. Ich studierte die Liste, die Zahlenreihen waren etwas verwirrend, doch die Summe, die von meinem Herrn eingezahlt worden war, konnte ich deutlich lesen, sie war anständig genug.

Wenn ich mich auch nicht genau in dem Gewirr der Ziffern auskannte, so traute ich doch den Worten meines Herrn.  
 
Ich steckte also die Liste in die Tasche und machte mich auf den Weg nach Hause.  
 
Als ich die erste Abrechnung erhielt, traute ich meinen Augen nicht.
Es war weniger, als mir mein Herr angekündigt hatte. Ich machte mich also wieder auf zu meinem Herrn und fragte ihn warum das so sei.  
 
„Ich kann dir nicht helfen“, sagte mein Herr. „Das Geld ist von mir eingezahlt, ich habe meine Schuldigkeit getan.
Wenn du eine Beschwerde hast, so wende dich an den Kassenverwalter, er wird dir Auskunft geben, warum das so ist.“  
 
Ich wandte mich also an den Kassenverwalter.
„Es war ein schlechtes Jahr“, sagte er und wischte sich den Schweiß von der Stirn. „Ich habe dein Geld gewinnbringend angelegt und damit du viel Gewinn machst, habe ich viel Risiko genommen. Du willst doch viel Gewinn machen, oder?“  
 
„Ich will Gewinn machen, doch ohne Risiko“, sagte ich.
„Das ist mein Erspartes für meinen Lebensabend, ich will eine sichere Veranlagung mit Gewinn. Mir ist lieber wenig Steigerung ohne Risiko als vielleicht mehr Wachstum mit großem Risiko.“  
 
„Das verstehe ich“, sagte der Kassenverwalter.
„Doch ich habe Richtlinien, die Veranlagungen in mehrere Risiken verlangen, vertraue mir. Dieses Jahr war ein Ausnahmejahr, die Verluste holen wir spielend wieder ein.“
 
Ich ging also nach Hause, dachte an meinen Herrn, der mich seiner Wertschätzung versichert hatte
und fügte mich in mein Los.  
 
Am Beginn des nächsten Jahres wartete ich voll Zuversicht auf die erste Abrechung, doch wieder war der Schrecken groß. Es war noch weniger, als im Jahre zuvor.  
 
Sofort suchte ich den Kassenverwalter auf.
Der Markt“, sagte er seufzend und ließ sich erschöpft in einen Sessel fallen. “Sei froh, dass du mit dem Markt nichts zu tun hast. Er ist schrecklich!“  
 
„Wer ist dieser Markt“, fragte ich etwas kleinlaut und war besorgt,
weil der Kassenverwalter so kreidebleich war und nach Luft schnappte.  
 
“Der Markt ist unerbittlich,“, stieß der arme Mann hervor.
Er hat unsere schöne Prognose völlig über den Haufen geworfen und wieder ein Minus beschert.

Diesmal noch stärker als im Vorjahr.“  
 
„Dann ist es also dieser Markt, der die Verluste erwirtschaftet?“, fragte ich.
„Wenn das so ist, dann werfen Sie ihn doch hinaus!“  
 
„Du verstehst das nicht,“ sagte der Kassenverwalter und richtete sich wieder auf.

“Der Markt ist sehr volatil, doch wir sind leider auf ihn angewiesen.“  
 
„Was bedeutet ‚volatil’, fragte ich und hatte ein schlechtes Gewissen,
weil ich den armen Mann mit einer weiteren Frage quälte. „Es kommt vom italienischen Wort volare – fliegen und bedeutet ‚schwankend’, der Mark schwankt. Das kann leider immer passieren.“  
 
Ich musste mich setzen, denn auch ich begann zu schwanken. Ich schloss die Augen. Da sah ich plötzlich eine große Geldkasse vor meinem geistigen Auge. Sie stand auf dem Tisch vor mir, war fest verschlossen und auf dem Deckel stand mein Name. Plötzlich hob sich der Deckel und Geldbündel wurden sichtbar. Ein heftiger Windstoß wehte ins Zimmer und riss einige Geldbündel aus der Kasse.
Sie schwebten an mir vorbei und flogen aus dem geöffneten Zimmerfenster. Das bedeutet also ‚volatil’, kam mir in den Sinn.    
 
Plötzlich fiel der Deckel der Kasse mit einem lauten Knall zu.
Ich erschrak und öffnete die Augen. Der Kassenwart hatte mit der Faust auf den Tisch geschlagen. „Das wird uns nicht noch einmal passieren“, schrie er erbost. Das nächste Jahr wird ein besonders gutes, wir werden alles wieder einholen, darauf kannst du dich verlassen. Und nun geh nach Hause, ich muss mich um die Veranlagung deines Kapitals kümmern."  
 
„Der gute Mann“, dachte ich, “er bemüht sich so!
Aber dieser böse Markt, das nächste Mal frage ich ihn, wer das ist und ob man ihn nicht doch entlassen kann!“  
 
Das nächste Jahr kam, und siehe da, die erste Anweisung war gleich hoch wie die letzte des Vorjahres.
Ich war überrascht, denn ich hatte mit einer deutlichen Steigerung gerechnet. Der Kassenwart hatte doch gesagt, er würde alle Verluste aufholen.  
 
“Lieber Herr Kassenverwalter“, sagte ich, "warum gibt es keine Erhöhung meiner Pension?
 Sie hatten doch zumindest den Ausgleich der Verluste versprochen! Erklären Sie mir das bitte! Ich habe der Presse entnommen, dass das vergangene Jahr ein sehr gutes war und sie deutliche Gewinne gemacht haben. Unter dem Begriff ‚Performance’ stand plus 5,74 %. Das ist eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr, da hatten Sie ein Minus von 3,62%!"  
 
„Du bist gut“, antwortete der Kassenwart etwas verärgert.
Da bemühe ich mich ein ganzes langes Jahr und dann kommen Vorwürfe. Ich habe unter Aufbietung aller meiner Kräfte eine Verminderung deiner Pension verhindert. Ich habe sehr viele Ausgaben, der Betrieb kostet viel und was glaubst du, wer das bezahlt?“  
 
„Ich?“ fragte ich kleinlaut. „Doch nicht ich?“  
 
„Ich habe große Auslagen und Spesen. Und meine Aktionäre wollen eine Dividende sehen, das ist ihr gutes Recht.“  
 
"Und mein Recht auf Pensionserhöhung?“, wandte ich ein.  

 

„Das ist kein Recht, du hast kein Recht auf Erhöhung. Ich sag dir jetzt Grundsätzliches und bitte merk  es dir gut, damit das ewige Fragen endlich aufhört:  
 
Erst wenn ich ein größeres Plus, auf das ich mich jetzt nicht festlegen will, erwirtschaftet habe, kann man dem Gedanken an eine eventuelle Erhöhung deiner Monatspension im Ausnahmefall unter Berücksichtung aller Faktoren und der aktuellen Marktgegebenheiten, sowie der politischen Lage, ebenso unter Abwägung alle Risiken und Besonderheiten, auch verstärkt unter dem Einfluss immer volatilerer Veranlagungsergebnisse sowie der künftigen Prognosen, ebenso wie der Ankündigung neuer Sterbetafeln, die derzeit in Ausarbeitung sind und demnächst in die Vorausberechnungen mit einbezogen werden müssen, vorsichtig und mit aller nötigen Verantwortung den Aktionären und der Sicherheit des Unternehmens gegenüber, nähertreten.“  
 
Diese Wortkaskade verwirrte mich. Ich war sprachlos und wusste nicht, was ich dem entgegen halten konnte. 
Ich gab mir einen Ruck. Ich musste Rückgrat zeigen, obwohl mich der arme Mann dauerte. Was musste der nicht alles bedenken! Unter diesen Umständen schien mir meine Forderung fast unmoralisch.  
 
Der Kassenwart brach das Schweigen.

„Normalerweise hätte ich deine Pension weiter kürzen müssen. Doch ich wollte ...“  
 
Das war denn doch zuviel. Ich konnte mich nicht mehr beherrschen.
„Was soll das“, schrie ich. „Meine Pension soll doch steigen, so war es vereinbart.“  
 
„Nicht mit mir, eine Pensionssteigerung war nie vereinbart.“  
 
„Aber mein Herr hat mir das nicht nur zugesagt, sondern sogar vorausberechnet!“  
 
„Dann musst du dir das mit deinem Herrn ausmachen,
ich habe dein Kapital nur in Verwahrung und arbeite damit so gut ich kann.“  
 
„Gut, Sie können eben nicht besser. Dann geben Sie mir mein Geld, ich werde es selbst veranlagen.
Ich lege es auf ein Sparbuch, da ist es sicher und bringt ein paar Zinsen.“  
 
„Das geht nicht,“ sagte der Kassenwart und lächelte mich an.

"Das Geld ist sicher verwahrt, ich kann und darf es nicht herausgeben.“  
 
“Es ist doch mein Geld!!!“. 
Ich fürchtete die Fassung zu verlieren.
„Es ist ein Bestandteil meines Lohnes, ich habe es selbst verdient. Mein Herr hatte es für mich aufbewahrt ...“  
 
„... und mir übergeben. Zu deinem Wohl und deiner Sicherheit.“  
 
„Aber es wird immer weniger“: ich musste mich erschöpft setzen. Ich sah vor mir die offene Kasse mit den fliegenden Geldbündeln. „Ich muss doch über mein eigenes Geld frei verfügen können.“  
 
„Kannst du nicht, aber wenn dir die Pension zu gering ist, kannst du in die Kassa dazuzahlen.“  
 
„Sie müssen verrückt sein,“ schrie ich, „sie geben mein Kapital nicht heraus,

verjubeln mein Erspartes und wollen, dass ich auch noch nachzahle?!“  
 
„Ich verbitte mir das Wort ‚verjubeln!’ Ich arbeite schwer an der Vermehrung deines Kapitals.
Und du wirfst mir das Wort ‚verjubeln’ an den Kopf?!“  
 
„Ich missachte nicht Ihre Bemühungen“, sagte ich resigniert.
 „Doch es muss doch mehr herausschauen. Bitte geben Sie mir mein Geld!“ Ich bemerkte, dass ich in einen fast weinerlichen Ton abgerutscht war. „Ich verspreche, es nicht auf einmal auszugeben.“  
 
Jetzt erst merkte ich, dass ich offenbar total verwirrt war.
Ich machte einem fremden Menschen Versprechungen, wie ich mit meinem Geld künftig umgehen wollte. Ich fasste mich rasch. „Ich verlange mein Geld zurück, oder besser gesagt, was noch davon übrig geblieben ist.“ Meine Stimme klang scharf und sollte Eindruck machen.    
„Dein Geld bleibt für immer in der Kassa, so ist das Gesetz“, antwortetet der Kassenwart ebenso scharf und streng.  
 
„Dann wechsle ich den Kassenwart.“
Geben Sie mir mein Geld,  ich gebe es in eine andere Verwaltung, wenn ich es schon nicht selbst veranlagen darf.  
 
„Das geht auch nicht“, der Kassenwart lächelte süffisant.
„Du kommst da nicht mehr heraus. Füge dich  doch in dein Schicksal!“  
 
Ich erinnerte mich plötzlich an zwei Erzählungen von Franz Kafka.
„Der Prozess’ und ‚Das Schloss’. Die ‚Ähnlichkeit der Situation war verblüffend. Nur war das kein Roman, sondern ich war der Ohnmächtige im realen Leben. Hier saß ich, wie Josef K. und der Landvermesser einer Macht gegenüber, die kalt und an meinem Schicksal völlig uninteressiert war.  
 
„Ja, ja, so ist das Gesetz. Und nun geh', ich habe zu tun.“

Der Kassenwart vertiefte sich in eine Reihe von Zahlen.  
 
Seither ist viel Zeit vergangen.
Da es außer mir noch viele gab, deren Geld mein Herr diesem  Kassenwart übergeben hatte, reichten wir gemeinsam eine Klage gegen meinen Herrn ein.

 

Der oberste Richter wies fast alles ab, letztlich bekam ich durch besondere Bemühungen mehrerer Menschen einen geringen Teil meiner bisherigen Verluste zurück, doch auch davon holte sich der Steuereintreiber noch einen erklecklichen Batzen, sodass mir noch immer ein sehr großer Verlust übrig blieb.  
 
Und die Verluste gehen weiter. Im vergangenen Jahr wurde das restliche Geld,
das noch für mich noch in der Kasse war, um weitere unfassbare 15% gekürzt.    
 
Ich werde den Kassenwart nicht mehr aufsuchen, das ist sinnlos. Es geht mir wie Hans im Glück, darum habe ich den Beginn meiner Erzählung auch aus diesem Märchen gewählt.
Aus dem Gold wird allmählich ein Mühlstein, der aufs Gemüt drückt.

 

Doch zum Unterschied zum Hans der Originalgeschichte bin nicht ich es gewesen, der das Gold gegen den Mühlstein getauscht hat und daher habe ich auch nicht die Unbeschwertheit und Freude des Hans in dieser Sache, sondern ohnmächtige Wut.  
Es ist vor allem das Wegschauen der Politik, der Gleichmut des Arbeitgebers und die Unbekümmertheit des Kassenwartes, die den großen Ärger schüren.
Fehler kann jeder machen und die dekursive Intelligenz weiß im nachhinein alles besser.  
 
Doch, obwohl nun bekannt ist, welch untaugliches Vehikel eine solche Kassa in ihrer derzeitigen Form ist
und welche großen Einbussen tausende Anwartschafts- und Leistungsberechtigte Jahr für Jahr durch dieses Fehlkonstrukt hinnehmen müssen, geschieht von Seiten der Politik nichts.  
 
Als Einzelner werde ich nicht viel ausrichten können,
doch in Gemeinschaft mit den anderen bin ich stark genug, eine Veränderung zum Besseren herbeizuführen.  
Glücklicherweise gibt es Menschen, die sehr engagiert sind und die bestrebt sind,

wichtige Veränderungen herbeizuführen. Diese Gruppe hat nun über Parlaments- abgeordnete eine Klage beim obersten Richter eingereicht.  
 
Versuchen wir sie – in welcher Form auch immer - zu unterstützen. Das können wir beispielsweise dadurch tun, in dem wir der Vereinigung, die um unsere Rechte kämpft, beitreten. Ich habe dies schon vor Jahren getan und zahle 15 Euro pro Jahr als Mitgliedsbeitrag. Das ist nichts im Vergleich dazu, was diese Vereinigung schon für uns erreicht hat.  
 
Wenn wir alle an einem Strang ziehen und uns nicht in die Resignation flüchten, werden wir immer wieder Teilerfolge erzielen. Und eines Tages werden wir vielleicht wie im Märchen sagen können: ... und so lebten sie glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende.“  

  
Mit lieben Grüßen und guten Wünschen    
 
Euer Märchenerzähler Carpediem - Erich Maximilian Zimmermann
 


Im folgenden ein Leserbrief einer Betroffenen an mehrere Zeitungsredaktionen:

From: P.K.

To: leser@kronenzeitung.at ; redakt@salzburg.com ; leserbriefe@derStandard.at ; leser@wienerzeitung.at ; leserbriefe@diepresse.com ; wirtschaft@kurier.at
Cc: pressesprecher@pekabe.at

Sent: Tuesday, August 18, 2009 11:07 AM
Subject: Fw: Pensionskürzung

Sehr geehrtes Redaktions-Team!
Hiemit ersuche ich Sie, meinen folgenden offenen Brief an die Regierungs- und Oppositionsparteien auf Ihrer Leserbriefseite zu veröffentlichen:

S.g. Vertreterinnen und Vertreter der Regierungs- und Oppositionsparteien!

Seit fast 4 Jahren bin ich in Pension, bin Jhg. 1948, und  NOCH  beziehe ich eine Zusatzpension. Diese Zusatzpension war szt. ein Teil meines Gehalts und es wurde mir/uns allen immer seitens der Firmenleitung versichert, die zu erwartende Pension sei von den Dienstjahren bzw. letztem Gehalt abhängig. Als aber 1998 das Kapital in eine Pensionskassen-AG ausgelagert wurde, ohne uns Mitarbeiter davon zu informieren (man stellte uns vor die erfolgte Tatsache) war ich 50 Jahre alt, laut Aussage des damaligen Betriebsrates schon zu alt, um selber einen Beitrag in die Pensionskasse zu leisten,  und erhielt (so wie alle anderen Kollegen) von der Pensionskasse ein Zertifikat "......Sie erhalten eine lebenslange, jährlich steigende Pension......." als Zusicherung. Leider ist heute dieses Zertifikat (lt.Duden bedeutet das Wort amtliche Bescheinigung, Beglaubigung, Zeugnis, Urkunde !!!) amtlich NICHTS wert. Das heißt, jeder, der beruhigt ein Zertifikat erhalten hat, kann sich dieses in den Keller hängen, oder sonst was...........

Diese Pensions-Auslagerung habe ich der damaligen Regierung zu verdanken, noch dazu mußte ich 2 Reformen durchwandern, die von einer ASVG-feindlichen Regierung durchgeboxt wurden, bevor ich die finanziell stark gekürzte Pension antreten durfte, und das nach fast 40 Dienstjahren!

Seit dieser Zeit ist die Zusatzpension nur geschrumpft und nicht gestiegen! Sollte diese in den nächsten Jahren weiter so gekürzt werden, oder gar ganz ausfallen, muß ich mit einer kleinen ASVG-Pension auskommen; und das nach fast 40 Dienstjahren! Schande über die Politiker. 

Ich fordere die jetzigen Regierungs- und Oppositionsvertreter eindringlichst auf, für uns Zusatzpension-Bezieher endlich etwas Positives zu bewerkstelligen und gesetzlich zu verankern. Am besten wäre es, wenn, wie von unseren Vertretern gefordert, jeder sein noch bestehendes Kapital steuerfrei ausbezahlt bekommt und SELBST veranlagt. Da würde viel Vernünftigeres zustande kommen als von den, meiner Meinung nach, desinteressierten Pensionskassen-Angestellten! Ist ja nicht deren Geld.

Außerdem müßte diese Version ja auch im Sinne der Banken (Pensionskassen-Aktionäre !) sein, denn die Veranlagung würde dort erfolgen; oder im Sinne der Wirtschaft, schließlich sind (wären) die Pensionisten "brave" Konsumenten. 

Es wäre schön, wenn wir endlich unsere Pension genießen könnten und nicht immer sorgenvoll in die Zukunft schauen müßten.

Im voraus danke ich bestens für Ihr Interesse und Ihre für uns positive Entscheidung.

E. K.,
1100 Wien


Nachstehend ein am 29.7.2009 veröffentlichter Leserbrief  von Herrn R.R. an die Salzburger Nachrichten:

Es reicht!

Sie haben völlig Recht gehabt, Herr Molterer, als Sie sagten: „Es reicht!“ Uns reicht es auch, dass im Finanzministerium Millionen und Abermillionen von Steuergeldern  verzockt wurden.

Haben Sie das bei den Pensionskassen, die 2 Milliarden an Treuhandgeldern verspekuliert haben, gelernt oder haben die  Pensionskassen diese verdammte Spielsucht von Ihrem Ministerium abgekupfert? 500.000 Pensionisten wurden auf diese Art geschädigt und sollen Verluste von – vorderhand –„nur“ 40 Prozent hinnehmen. Es handelt sich bei diesen Pensionskassenzahlungen um die Abgeltung der nicht während der „Aktivzeit“ ausbezahlten Gehälter, Vorrückungen und Boni, und keineswegs als Geschenk an die Mitarbeiter für besondere Leistung.

Jetzt ist niemand dafür verantwortlich, auch die Herr Faymann und Pröll schweigen vornehm. Es war und ist ja auch nicht ihr Geld.

Nur das der Steuerzahlen und der Pensionisten!

Wir fordern unser Geld zurück, in jedem Falle aber wollen wir das von unfähigen Pensionskassenfunktionären noch nicht verzockte Spielkapital selber verwalten. Ins Casino können wir selber gehen, dazu benötigen wir keine Politiker oder selbsternannte „Veranlagungsspezialisten“.  Selbstverständlich erwarten wir auch, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.

Wie Sie gesagt haben: Es reicht!!!


Schreiben eines Betroffenen vom 15.7.2009:

Kommentar eines Betroffenen

 Gestatten Sie mir bitte zuerst eine Kurzvorstellung meiner Person:

Ich war 40 Jahre bei der Länderbank (später Bank Austria) tätig, seit 1986 in leitender Funktion. Aufgrund der in den Neunzigerjahren beschlossenen Ausgliederung der Bankpensionen in die Pensionskassengesellschaft VBV beziehe ich seit 2005 von dort eine Pensionskassen (PK-) Pension.

Als Ende 2008 erste Medienberichte auftauchten, wonach es bei den österreichischen Pensionskassen schwerwiegende Einbrüche geben wird, hatten wir als Bezieher einer PK- Pension bereits eine jahrelange Auseinandersetzung mit unserem seinerzeitigen Arbeitgeber und mit einzelnen Mitverhandlern des österreichischen Pensionskassengesetzes hinter uns. Denn unsere PK- Pensionen waren aufgrund ursprünglich getroffener, aber weit verfehlter Marktannahmen bis dahin bereits sukzessive zwischen 20% und 30% abgerutscht. Nach dem Katastrophenjahr 2008 kamen weitere 20 % dazu. In meinem Fall liegt der Fehlbetrag mittlerweile bei rund 42 % gegenüber der seinerzeit zugesagten Pensionshöhe. Von einer Teuerungsabgeltung – wie ursprünglich versprochen - ganz zu schweigen. Und bei unveränderter Gesetzeslage ist davon auszugehen, dass es auch nach Überwindung der Finanzkrise zu weiteren Kürzungen bis hin zum Totalverlust der PK- Pensionen kommen wird.

Unser Problem ist also nicht die gegenwärtige Finanzkrise sondern vor allem die österreichische Pensionskassenregelung, die, wie kürzlich evaluiert wurde,  im Europavergleich die höchsten Abstriche für ihre Kunden eingefahren hat.

Was mich betrifft, ist dadurch meine auf einstens absolut glaubwürdigen Zusagen begründete Altersplanung völlig obsolet geworden. Schrumpfende Pensionseinnahmen stehen steigenden Lebenshaltungskosten gegenüber. Ohne  einschneidende Verhaltensänderungen lässt sich dieser Kostenschere nicht beikommen.       

Bis zur Jahreswende 2008/9 wurden von Regierungsseite  ausschließlich Maßnamen zur Solvenzerhaltung der Pensionskassengesellschaften ergriffen. Mit dem Wegfall der Kapitaleinschusspflicht der Pensionskassen bei Nichterreichen einer Mindestverzinsung wurde den Pensionsbeziehern  sogar noch die letzte gesetzliche Absicherung für weitere Pensionskürzungen genommen. Wer (wie im Fall der PK- Veranlagungsgemeinschaft, der ich angehöre) von seinem ehemaligen Arbeitgeber keinerlei Ausfallshaftung für Pensionsverluste hat, ist dem Verfall seiner PK- Pension hilflos ausgeliefert. Er kann sein angespartes Pensionskapital auch nicht zwecks anderwärtiger Veranlagung herausbekommen, kann nicht von einer Pensionskasse zu einer anderen wechseln und hat keinerlei Einschau- oder Einspruchsrecht in die Veranlagung seiner noch verbliebenen Pension.

Man kann also mit Fug und Recht sagen, wir werden sukzessive enteignet und müssen tatenlos dabei zuschauen.

Da man nach den schweren Verlusten aus 2008 von Regierungsseite einsah, dass man ein Zeichen setzen muss, hat das Finanzministerium eine Arbeitsgruppe zur  Ausarbeitung von Lösungsansätzen beauftragt. Doch die bisher bekannten Details schauen - besonders für die Gruppe derer, die schon jetzt Bezieher einer PK- Pension sind -  wieder ausgesprochen finster aus: Klar ist, dass man keine echte Sanierung des Gesetzes will und weder die Pensionskassen noch die Arbeitgeberfirmen ( vor allem Banken und Versicherungen, die sich seinerzeit durch die Auslagerung der Pensionsvorsorgen aus ihrer Bilanz und durch Festlegung von unerreichbar hohen Verrechnungszinsen Millionen erspart haben) belasten will. Was man will ist wieder einzig und allein die Bestandssicherung der Pensionsfonds und eine (allerdings auch nur teilweise !) Abfederung für die Anwartschaftsberechtigten, also jene etwa 500.000 Erwerbstätigen, welche erst später in Pension gehen werden. Diese stellen zusammen mit ihren Familien immerhin ein beträchtliches Wählerpotential dar !

Wir, die wir schon jetzt im „Genuß“ einer PK- Pension sind, stellen dagegen nur ein „kleines Häuflein“ von etwa 40.000 Menschen dar. Noch dazu ein Häuflein mit geringer versicherungsmathematischer Halbwertszeit. Josef Broukal schreibt in der Standard- Ausgabe vom 3.7.2009 in diesem Zusammenhang sehr treffend vom Pech der kleinen Zahl. Wenn dieses Häuflein etwas will, so soll es halt von der ohnehin schon geschrumpften Pension einen gewissen finanziellen Eigenbeitrag leisten. Der somit abermals verringerte Pensionsrest ist dann etwas sicherer – aber leider auch nicht so ganz, denn der neue Rechnungszins liegt dann immer noch über der zu erwartenden Veranlagungs- Performance !

Ich beantrage daher für das kleine Häuflein österreichischer Pensionskassen- Bezieher den Minderheitenstatus. Vielleicht haben wir dann mehr politisches Gewicht und werden endlich mit unseren Sorgen ernst genommen ?

Da die ganze Pensionskassen- Causa recht komplex ist und nicht einmal von den wirklich Betroffenen voll durchschaut wird – geschweige denn von Außenstehenden, genügen schon kleine Randbemerkungen, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen.     

Ein schönes Beispiel lieferte hier kürzlich Finanzstaatssekretär Reinhold Lopatka: Als angesichts der immensen Pensionsverluste vom Präsidenten des Seniorenrates, Karl Blecha, ein „Katastrophenfonds“ für die betroffenen PK- Pensionsbezieher ins Gespräch gebracht wurde, kommentierte Lopatka dies vor den Medienvetretern mit „ … man war über diesen Vorschlag „irritiert“. Das passt genau zur Strategie der um ihre Reputation bemühten Pensionskassen- Vertreter. Von dieser Seite wird schön geredet, was das Zeug hält. Sinngemäß: In Anbetracht der weltweiten Finanzkrise haben wir ohnehin ein gutes Ergebnis erzielt. Es ist ja in Wirklichkeit nichts passiert, was nicht wieder durch spätere Gewinne aufgeholt werden kann. Es trifft ja doch nur die Besserverdiener, die „Zusatzpensionisten“. Wer spekuliert muss halt damit rechnen, dass er auch einmal Verluste einfährt.

Hier möchte ich einhaken, um richtig zu stellen, was von Seiten der Systemerhalter und Schönredner gerne etwas anders argumentiert oder durch semantische Tricks verwaschen oder falsch zum Ausdruck gebracht wird.

Erstens : Die Zusatzpension resultiert aus einem kollektivvertraglich festgesetzten Gehaltsteil, welcher -  ergänzt durch eigene Einzahlungen -  während des Erwerbslebens zurückgelegt und schließlich der Fondsgesellschaft zur bestmöglichen Veranlagung anvertraut wird. Es handelt sich also um ein vom Pensionsbezieher erwirtschaftetes Vermögen.

Zweitens : Wir konnten seinerzeit selbst nicht mitbestimmen, ob, zu wem und unter welchen Konditionen unsere Firmenpension ausgelagert wurde.

Drittens : Eine Firmenpension (später PK- Pension) war zumindest in unserem Fall  kein Privileg für höhere Angestellte sondern wurde in der Regel jedem Mitarbeiter ab einer bestimmten Dauer der Firmenzugehörigkeit

Viertens : Aktien- oder sonstiges Kapital, das verloren gegangen ist, erbringt nie wieder Dividenden. Kurz gesagt: Aus nichts wird nichts.

Fünftens : Wir wurden nicht gefragt, ob wir eine Finanzmarkt- Veranlagung unserer Firmenpension möchten. Hätten wir unser Pensionskapital seinerzeit herausbekommen und zum Beispiel auf einfachste Weise auf Sparbüchern veranlagen dürfen, hätten wir es noch.



Mails von Betroffenen an Pekabe:
Stellvertretend für zahlreiche gleichartige Informationen, die uns immer wieder erreichen, mögen diese Mails die katastrophale Situation der Betroffenen vor Augen führen:

Von: A.R.
Anfang Februar 2009

Mein Fall:
Ich beziehe seit Dezember 1999 eine Zusatzpension der Viktoria-Volksbanken-Pensionskassen AG. Im Prospekt, der mir heute noch vorliegt, steht wörtlich:

"Ist die Pensionsleistung wertgesichert? JA! die Pension wird jährlich entsprechend dem Veranlagungserfolg erhöht. Aus heutiger Sicht werden die Pensionen mit ca. 3,5% pro Jahr steigen."

Tatsächliche Entwicklung der letzten 9 Jahre: minus 11,5% (2000 +2,34%, 2001 +2,20%,
2002  -0.39%, 2003 -11,13%(!), 2004 0%, 2005 0%, 2006 0%, 2007 -0,76%, 2008 -2,93%) und das in vielen guten Jahren. Wie jetzt 2009 ausschauen wird, kann man sich ja vorstellen. Statt einer Steigerung der Zusatzpension von 1999 bis 2009 in Summe nur um die Inflationsrate von ca 20% - Reduzierung der Pension um ca. 20%.

Es wird den Pensionskassen natürlich auch leicht gemacht. Den Anspruchsberechtigten sind die  Hände gebunden - sie können die Kassen nicht wechseln - sie können nicht auf  die Pension verzichten und sich den Betrag auszahlen lassen - alles nicht möglich.

Dafür kaufen und verkaufen die Pensionskassen bei ihren Bankbesitzern Wertpapiere und zahlen dort ordentliche Spesen - sie lassen die Papiere dort verwahren und zahlen ordentlich Depotgebühr - Sparen beim Personal-uns Sachaufwand ist nicht notwendig. Und am Ende des Jahres macht meine Kasse noch ordentlich Gewinn, der in Form von Dividenden an die Aktionäre und Besitzer (wieder dieselben Banken) ausgezahlt wird.

Alles klar? Rechtlich alles in bester Ordnung.

A.R.
4600 Wels


Von: Sch. H.
Datum: Mittwoch, 11. Februar 2009 20:22
An: pressesprecher@pekabe.at

Betreff: Pensionskürzung

Ich möchte hier meinen Unmut über die Pensionskürzung zum Ausdruck bringen.

Bei einer Bruttopension von € 710,- waren es in 2008 € 45,- , und jetzt in 2009 sind es € 105,-.

Ich glaube schon, das  hier die Politik gefordert ist.

Weiters möchte ich auch vorschlagen, dass das  angesparte Kapital steuerschonend  ausbezahlt wird, damit man es selber anlegen kann, oder um Investitionen vornehmen zu können.

Für Vater Staat würden wieder Steuereinnahmen anfallen ( KEST, MWST. etc.).

Ich bitte Sie, sich für diese Angelegenheit einzusetzen
und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Sch. H.
8523 


Von: E. Z.
Datum: Mittwoch, 11. Februar 2009 17:16
An: pressesprecher@pekabe.at

Betreff: Pensionskassen

Sehr geehrte Herren,

wie ich aus der gestrigen Zeitung entnehmen kann war die langjährige Performance der Pensionskassen durchschnittlich 5,7 %.

Bis zum Jahr 2.000 hatte ich eine unverfallbare Pensionszusage der Firma Siemens, die hätte bei meinem Pensionsantritt ca. 300,-- € monatlich  14 x betragen.

Beim Übertrag von der Firmenpension in die VBV ist man von einem jährlichenGewinn von 6 % ausgegangen, die restlichen Rückstellungen kamen in den Gewinn der Firma und die „so tüchtigen, korrupten Manager“ haben hohe Prämien kassiert.  Wenn man einen Durchschnitt von 5,7 % erwirtschaftet und dann einen Durchschnittt von 6 % annimmt  ist das doch reiner Betrug. Derzeit bekomme ich nur mehr  eine Pension von ca 170,00 € Brutto.

Warum machen wir nicht eine Sammelklage gegen diese „Schweinereien“ . Wenn man schon sein Geld verloren hat so müssten zumindest diese „Gauner“ an den Pranger gestellt werden.

Ich hätte gerne mein restliches Geld welches noch in der Pensionskasse vorhanden ist ausbezahlt, schließlich war dies ein Teil meines Lohns, verjuxen kann ich es selber auch. Weil in den nächsten Jahren wird dieses Geld ja sowieso verschwunden sein.

Entschuldigen Sie bitte meine schreibweise aber ich bin gerade wieder einmal richtig „angefressen“ auch auf die Politiker die zwar schöne Sonntagsreden halten aber uns alle im Regen stehen lassen.

Mit freundlichen Grüßen
E. Z.
A 8543

PS.: Da wir auch eine größere Gruppe von Betroffenen sind würden wir uns gerne an zukündtigen Aktionen beteiligen. 


Von: Name bekannt
Datum: Donnerstag, 04. Dezember 2008 14:27

An: pressesprecher@pekabe.at

Betreff: Mitteilung seitens X-Pensionskasse


Sehr geehrte Damen und Herren !

Ende November 2008 erhielt ich eine Mitteilung von der X-Pensionskasse  wonach meine Firmenzusatzpension vorläufig um 15 % per 1.Jänner 2009 auf  Grund der derzeitigen Sachlage gekürzt werden wird. Es wird zwar bedauert, diese Kürzung auf Grund der schwerwiegenden Finanz-und Wirtschaftskrise, von welcher sich die X-Pensionskasse angeblich nicht abkoppeln konnte,  vornehmen zu müssen. Wenn ich auch die Begründung teilweise verstehen kann, ist mir vor allem die Höhe von 15 % zu hoch gegriffen worden. Werde zwar im April 2009 84 Jahre alt- meine Gattin ist um 15 Jahre jünger als ich-und diese würde es besonders treffen, da sie dann als Witwe  nur 60 % Pension erhalten würde. Schließlich hat man für die Firmenpension (Privatfirma) entsprechende Leistungen und Zahlungen erbringen müssen. Abgesehen davon wäre ist noch die Inflationsrate zu berücksichtigen, die bis dato überhaupt nie angepasst worden ist.

Wenn es eine Möglichkeit geben sollte, würde ich meine erworbenen und an die X-Pensionskasse einbezahlten Beträge auszahlen lassen und diese selbst verwalten und anlegebn.

Mit freundlichern Grüßen

N.N. 


From: R.N.

To: schutzverband@pekabe.at
Sent: Thursday, December 04, 2008 7:21 AM
Subject: Protest

Guten Morgen,

bin zwar erst 39 Jahre alt. Freue mich jedoch sehr über jede Initiative ihrerseits. Wünsche mir diesbezüglich ein noch stärkeres Aufzeigen dieser Fehlentwicklung. Spare selber schon seit einigen Jahren für meine private Pensionsvorsorge. D.h. bei einer Familie mit 2 Kindern natürlich auch Verzicht. Wenn dann später von dieser Vorsorge nichts mehr da ist, wurde man doppelt gestraft. In jungen Jahren hat man sich weniger leisten können und im Alter ist die Pension weniger oder nichts mehr wert. Diese Ungerechtigkeit gehört auch der Politik aufgezeigt und genauso wie bei den Banken ist auch hier vehement eine staatliche Garantie einzufordern.

Jedenfalls tut es gut, dass es so eine Interessensvertretung gibt.
In Erwartung weiterer Protestaktionen verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen

R.N


From: Z.R.

To: schutzverband@pekabe.at
Sent: Thursday, December 04, 2008 9:30 AM
Subject: Aktivitäten

Bitte um Benachrichtigung wann und wo die nächste Pressekonferenz oder Demo stattfinden wird.
Ich bin ein leidtragender V-Pensionskassen AG Versicherter  und möchte mich jeder Aktion gegen diese organisierten Verbrecher anschließen.

Mit freundlichen Grüßen,

Z.R.


From: H.R.

To: schutzverband@pekabe.at
Sent: Thursday, December 04, 2008 9:41 AM
Subject: Firmenpension

Guten Tag!

Ich habe heute ein Schreiben der XY bekommen, wo mir mitgeteilt wurde, dass ich ab Jänner 2009 eine Reduktion meiner ausgelagerten Betriebspension von vorläufig 16% haben werde.

Ich ersuche Sie mir mitzuteilen was ich dagegen machen kann. Habe ich eine rechtliche Handhabe dies zu verhindern. Kann ich meine Einlage herausnehmen bzw. anders veranlagen?

Es kann doch nicht so sein, dass mit meinem Geld ohne meiner ausdrücklichen Zustimmung an den Börsen gezockt werden kann.

Darüber  hinaus lese ich im AK Portal, dass AK-Präsident Tumpel fordert, dass von der ÖVP/FPÖ Regierung im Jahre 2003 das Sicherheitsnetz (Mindestverzinsung) auf Ersuchen der Pensionskassen abgeschafft , und somit dem Zocken der Pensionskassa A Tür und Tor geöffnet wurde.

Damit hat die Regierung in Zusammenarbeit mit den Pensionskassen ohne meine Zustimmung über meine private Pension bestimmt bzw. eine Maßnahme getroffen, welche mir persönlichen Schaden zufügt.

Das kann doch nicht möglich sein. Wie schaut dies beim OGH aus. Gäbe es hier eine Möglichkeit dieses Gesetz rückwirkend auszuhebeln. 

Gibt es in dieser Richtung konkrete Aktionen von Betriebsräten, Gewerkschaften und Politik, welche die Forderung von AK Präsident Tumpel zum Thema haben und diese unselige Entscheidung aufheben? Was kann von seiten der PEKABE unternommen werden.

Was kann unternommen werden, damit mein Kapital künftig auch garantiert wird?

Gerne höre ich von Ihnen!

Mit freundlichen Grüßen!

H.R.


From: R.K.

To: schutzverband@pekabe.at
Sent: Thursday, December 04, 2008 2:05 PM
Subject: Pensionskassen

Sehr geehrte Damen und Herren,

habe heute Ihren Artikel in der Zeitung "Österreich " gelesen und bin ein Betroffener der Kürzungen von der Pensionskassenpension.

Um weitere Kürzungen der Pensionsauszahlungsbeträge hinnehmen zu müssen welche durch Finanzspekulation, Verwaltung, verlängerte Lebenserwartung usw. zu erwarten sind, wäre meiner Ansicht nach eine sofortige Nachzahlung der bisher erfolgten Pensionskürzungen an die Pensionsbezieher allein aus moralischen Gründen staatlicherseits erforderlich.

Denn wer hat das Pensionskassengesetz erlassen und wer unterstützt jetzt Banken, Unternehmen usw. mit Steuergeld (unter anderem anteilig mit meinem) ?

Nur diejenigen, welche vorsorglich auf einen Teil ihres Einkommens während ihrer Berufstätigkeit (Gehalt-Lohn) aufgrund der Propaganda der Politik ( 3-Säulen Modell) verzichtet haben sind jetzt die Verlierer !

Mein Vorschlag wäre eine sofortige Beseitigung des PKG, Nachzahlung der bisherigen Verluste und Übertragung (Auszahlung) sämtlicher Ansprüche an die Berechtigten, denn niemand kann heute vorhersagen wie sich die zukünftige Entwicklung gestaltet - meiner Meinung nach negativ -für die Pensionsbezieher.

Jedwede andere Maßnahme oder Änderung auf welche der Einzelne keinen Einfluß hat führt in Zukunft zu weiteren Verschlechterungen.

Mit freundlichen Grüßen

R.K.


From: P.P.

To: schutzverband@pekabe.at 

Sent: Thursday, December 04, 2008 2:25 PM
Subject: Anfrage

Sehr geehrte Damen und Herren!

Ich bin seit einem Jahr Bezieher einer Pensionskassen-Zusatzpension meines früheren Arbeitgebers A.A. Ich habe seinerzeit auch selbst Eigenleistung für diese Zusatzpension erbracht.

Jetzt habe ich ein Schreiben der Ö.-Pensionskasse erhalten, wonach ab 1.1.2009 die Zusatzpension nur als Akonto mit -17,1% ausbezahlt wird und nach Vorliegen des Jahresabschlusses möglicherweise nochmals rückwirkend reduziert wird.

In den Nachrichten habe ich von Ihrer geplanten Sammelklage gelesen und möchte nun anfragen wie ich mich dieser Sammelklage anschließen könnte.

Mit freundlichen Grüßen

P.P.


From: B.W.S.

To: schutzverband@pekabe.at
Sent: Friday, December 05, 2008 10:01 AM
Subject: Beiräte in der VBV

Guten Tag

ich sende ihnen in der beilage ein mail der xy-Pensionskasse.

Ausgangslage war, dass ich gerne eine namentliche auflistung der beiräte erhalten wollte.
Diese wird mir aus datenschutzgründen verwehrt.

dies ist ein beispielloser skandal. personen, welche über mein vermögen entscheiden, verstecken sich in der immunität.
mfg

B.W.S.


From: R.W.

To: <schutzverband@pekabe.at>
Sent: Friday, December 05, 2008 11:48 AM

Subject: Generelle Info/Zusatzpension

 
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe zufällig in einer Tageszeitung von "pekabe"gelesen. Dieses Thema
ist auch für mich aktuell und interessant,weil ich seit 1.9.08 in Pension bin. Von meinem vorletzten Arbeitgeber wurde von 1992 bis 1997 ein Betrag von ca.ATS 327000 bei der A.-Pensionskasse eingerzahlt. Vom damaligen Betriebsrat wurde mir in einem Infoschreiben eine "Garantierte Valorisierung von mind.4,25 Prozent" zugesagt. Mit dem Antritt meiner Pension habe ich mir die laufenden Kontonachrichten von A. wieder genauer angesehen,offensichtlich wurde dieser garantierte Ertrag nicht in jedem Jahr erreicht.

Meine Pension von monatlich € 192 netto kommt mir auch gering vor,ich kann mir vorstellen,dass ich bei langfristiger Bindung von ATS 327000 auf 16 Jahre, privat veranlagt, bessere Erträge möglich gewesen wären.Dazu kommt noch,dass die aktuellen und die zu erwartenden Kürzungen(durch die Finanzkrise?) in Anbetracht der zahllosen Bewerbungen für Privatvorsorge ein Riesenskandal für alle Betroffenen sind.Was könnte "pekabe" in meinem Fall konkret bewirken ?

Ich würde mich über Ihren Vorschlag freuen.

MFG

R.W.

Schreiben eines Betroffenen an seine Pensionskasse vom 15.12.2009:

Sehr geehrter Herr Direktor Böhm!

Mit großer Bestürzung habe ich Ihr Schreiben vom Dezember dieses Jahres gelesen. Es ist unfassbar, was die ÖPAG ihren Kunden, deren Gelder sie treuhändisch zu verwalten hat, zumutet. Sie wissen so gut wie ich, dass nicht ausschließlich die gegenwärtige prekäre wirtschaftliche Situation dafür ausschlaggebend ist, sondern die Ursachen auch bei den Pensionskassen zu finden sind. Unsere Existenzgelder zu einem unrealistischen Rechnungszinsfuß anzulegen und damit am Kapitalmarkt zu spekulieren, zeigt nicht gerade Weitblick und grenzt an Verantwortungslosigkeit. Ich bin mir schon im Klaren, dass auch die Unternehmen, die Ihnen unsere Pensionsbeiträge in Bausch und Bogen übergeben haben, eine gehörige Portion Schuld an der für uns Pensionisten katastrophalen Lage haben. Sie haben auf Kosten der Dienstnehmer günstig verkauft und die Pensionskassen günstig gekauft. Die Ursachen liegen also nicht nur im gigantischen schwarzen Loch der internationalen Finanz, wo kein Schuldiger mehr zu finden ist. Von der Arbeiterkammer wurde den Pensionskassen eine grottenschlechte Performance attestiert. Mag dies auch polemisch sein, spricht doch das Ergebnis dafür. Auch die Auftritte von Vertretern der Pensionskassen, vor allem in den elektronischen Medien, waren nicht gerade vertrauensbildend.

Was, sehr geehrter Herr Direktor Böhm, haben Sie dem entgegen zu setzten?  Was ist mit den Rücklagen, die bei Gewinnen in den letzten 10 Jahren nicht an die Pensionisten weitergegeben wurden? Welche Aussichten einer Besserung der Situation können Sie prognostizieren? Können wir noch jemals mit dem Monatsbetrag rechnen, mit dem wir unsere „Karriere“ bei der Pensionskasse begonnen habe? Wie hoch sind anteilsmäßig die Verwaltungskosten an unseren Pensionen? Auf all dies gibt es in Ihrem Schreiben keine Antworten. Sie loben sich lediglich selbst, dass nur durch Ihr gutes Wirtschaften ein noch schlechteres Ergebnis abgewendet werden konnte, ohne dies zu dokumentieren.

Aus all dem wird für mich klar, und das zeigt auch die negative Entwicklung der Pensionskassen in Deutschland, dass das System der Pensionskassen in dieser Form gescheitert ist. Es wäre daher zu erwägen, die Gelder Ihrer „Begünstigter“ (allein dieses Wort ist schon ein Hohn) wieder in deren Verantwortung zu übergeben.

Ein besonderer Affront ist der letzte Absatz ihres Schreibens. Sie zahlen unsere  Pensionen ab 1. 1. 2009 nur noch „akonto“ aus, mit einem Betrag, der deutlich unter den prognostizierten Verlusten liegt. Haben Sie auch diesbezüglich noch keinen genaueren Überblick auf das 2008 zu erwartende Geschäftsergebnis? Haben Sie sich überlegt, dass Ihre Kunden (Begünstigte) finanzielle Verpflichtungen zu erfüllen haben, denen sie bei einem Verlust eines Sechstels ihrer Pension nur noch schwer nachkommen können? Sind Sie bereit, aus Solidarität mit Ihren Kunden auf 15 Prozent Ihres Gehalts und auf Ihre Prämien für hervorragendes Wirtschaften zu verzichten? Auf all das, sehr geehrter Herr Direktor, hätte ich gerne ein Antwort.

Mit freundlichen Grüßen!

G. H.

A-8010 Graz



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