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Ausschnitt aus einem Interview im Format (1.Juli) mit Andreas Zakostelsky, dem Sprecher des Fachverbands der Pensionskassen:

Format: Warum gelten bei neuen Mitarbeitern in Unternehmen mit Altverträgen noch die früheren, viel höheren Prognosezinsen, die unrealistische Leistungen hochrechnen?
Zakostelsky: So ist leider die Gesetzeslage. Wir hoffen, dass die überfällige Reform des Pensionskassengesetzes das rasch ändert.

Pekabe-Kommentar:
Der Vorsitzende des Fachverbands der Pensionskassen, Herr Mag. Zakostelsky, weiß offenbar nicht, wovon er spricht, oder besser: er will es nicht wissen, damit sich seine Marketingaussagen der Schönfärberei nicht ad absurdum führen!

Die FMA-Obergrenze für Rechenzinsen von Pensionskassenverträgen, gültig ab 1.7.2011, kann auf Altverträge nur Anwendung finden, wenn die (ehemaligen) Dienstgeber aus ihren seinerzeit auf Kosten der Mitarbeiter lukrierten Gewinnen kräftig nachschießen und auch der Staat als Mitschuldiger seine Verantwortung wahrnimmt.

Eine Angleichung der Altverträge an den aktuellen RZ würde nämlich pro Prozent Reduzierung eine sofortige (weitere) Pensionskürzung von 10% nach sich ziehen, 5,5% auf 3% bedeutete also 25% Kürzung und das nach bereits erlittenen Kürzungen bis zu 45% – nicht nur für derzeitige Pensionisten, sondern auch für hunderttausende noch Aktive, die in denselben Pensionskassenverträgen gefangen sind! Umschichtungen von Aktiven in neue Verträge – wie sie gerüchteweise in manchen Firmen im Gespräch sind – würden zu sterbenden Veranlagungsgemeinschaften im Altbestand führen und damit zu noch mehr Kürzungen, diesmal a cto der Versicherungsmathematik.
 
Die aktuelle Performance der Pensionskassen per Mitte 2011 von +/-0% lässt übrigens auch bei 3% RZ bereits eine 3%ige Kürzung der Pensionen bzw. Pensionsansprüche per Anfang 2012 erwarten. Wird die FMA den RZ neuerlich senken und wird die Regierung beim Reformbedarf die Hände weiterhin in den Schoß legen?
 
Günter Braun
pressesprecher@pekabe.at
Tel. 0699 - 111 58 699


ECO-Jahrbuch 2010 des ORF

Dieses Jahrbuch liegt in allen Filialen der Erste Bank und in den Sparkassen auf bzw. kann auch beim ORF in der ECO-Redaktion kostenlos bestellt werden. Auf Seite 125 beginnt ein ca. 6-seitiger Bericht über das Pensionskassenproblem, der die Fakten richtig darstellt. Bitte beschaffen Sie sich ein Exemplar!










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