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Protest!!!

Am 13.4.2010 fand  - wieder auf dem Ballhausplatz und leider auch wieder bei  kühlen Temperaturen und Dauerregen -  eine Demonstration des Pekabe statt. Dabei wurde insbesondere gegen die Untätigkeit der sogenannten Reformkommission ("Heisse Luft") protestiert. Es waren trotz widriger Umstände wieder mehrere hundert Teilnehmer dabei, die bis zum Schluss ausharrten. Pekabe setzte erstmals einen Videotruck ein, der die Reden visuell unterstützte. Nachstehend einige Bilder:









Am 17.6.2009 fand vor dem Internationalen Konferenzzentrum - aus Anlass der Hauptversammlung der VBV-Pensionskasse AG - eine weitere Protestkundgebung des Pekabe unter zahlreicher Beteiligung von Betroffenen statt. Nachstehend eine Auswahl von Bildern der Veranstaltung:









Informationsschreiben des Pekabe vom 1.4.2009 an die Betroffenen:
                                                                    
Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Was bisher geschah:

 ►Unsere Demo am 29.1. hat ein gewaltiges Medienecho gebracht (16 Minuten TV-Berichte, diverse Nachfolgesendungen, zahlreiche Presseartikel).

►Das Thema war heiss geworden. Also wurde vom Finanzminister eine Kommission zur Reform des Pensionskassenwesens eingesetzt (Vorsitz Staatssekretär Dr. Lopatka).

►Wir haben schriftlich und mündlich einen Sitz in der Kommission gefordert - es wurde abgelehnt, da wir ja durch den Seniorenrat (Khol, Blecha) ausreichend vertreten seien!

►Wir haben dringend Sofortmaßnahmen gefordert, die verhindern sollen, dass die Verluste aus 2008 schlagend werden - mehrere Kommissionsmitglieder zeigten sich davon „irritiert“ (na so was)!

►Wir haben uns massiv dagegen verwahrt, dass die Kommission nur Scheinlösungen oder minimale Verbesserungen in Nebenfragen vorschlagen könnte.

►In zahlreichen Gesprächen mit Journalisten, Fachleuten und Politikern haben wir klar gemacht: es geht primär darum, die Pensionen zu retten und nicht die Pensionskassen!

►Dann haben die Pensionskassen die frivole Idee einer sogenannten „Sicherheitspension“ geboren - darunter verstehen sie eine weitere Reduktion unserer Pensionen von derzeit rund 60% auf kaum mehr als ein Drittel der ursprünglichen Zusage, damit dieser klägliche Rest dann „sicher“ sei!

►Das war denn doch zu viel. Wir haben all diese unseligen Entwicklungen in einer großen Pressekonferenz am 4. 3. aufgezeigt. Wir haben klar gemacht, dass wir uns nicht mit Placebos abspeisen lassen werden. Wenn nicht anders, so wollen wir unser Geld zurück!

►Auch der Seniorenrat hat in seiner Pressekonferenz am 19. 3. bei der Reformkommission nachdrücklich Sofortmaßnahmen zur Abfederung der Pensionskürzungen eingemahnt. Er schlägt dazu ein „Pauschalsteuermodell“ mit begünstigter Einmalbesteuerung der Pensionen vor.

►Noch am 26. 3. haben wir in einem weiteren Schreiben an Dr. Lopatka rasch wirksame Soforthilfen und ernsthafte Sanierungsmaßnahmen gefordert.

 Zur Halbzeit steht es nun 0:0.

Am 30. 3. ist die Kommission wieder zu einer Vollsitzung zusammengetreten. Die Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter - also die „Sozialpartner“ - sind sich in der Sache noch nicht näher gekommen. Der Seniorenrat besteht weiter auf seinem Pauschalsteuermodell. Dr. Lopatka hat zu dessen Bewertung eine Untergruppe mit den Steuerfachleuten des BMF eingesetzt, die sich vorerst reserviert zeigen. Die Kommission hat den vorgegebenen Zeitrahmen (19. 2. - 18. 5.) bereits zur Hälfte ausgeschöpft.

 Was ist dabei heraus gekommen?

Herzlich wenig:

►Am 17. 4. tagt die Steuer-Untergruppe der Kommission, um das Pauschalsteuermodell zu diskutieren.  Wir unterstützen den Seniorenrat durch Eigenberechnungen verschiedener Varianten und Szenarios.

►Am 20. 4. treffen sich die Sozialpartner im Auftrag der Kommission. Bisher hat es in der vielgerühmten Sozialpartnerschaft keine Annäherung der unterschiedlichen Standpunkte gegeben. Wir fragen uns: wollen sie nicht oder können sie nicht?

►Am 23. 4. findet die nächste Vollsitzung der Kommission statt. Das ist die letzte vor der abschließenden Sitzung am 18. 5. Schwer vorstellbar, dass eine Lösung in dieser schwierigen Thematik noch so schnell gefunden werden kann.

Wir fragen uns: ist Verschleppung das Ziel oder ist ein Scheitern gar schon vorprogrammiert?

 Wie geht es weiter und was ist zu tun…

  Wir werden soweit nur möglich, den Seniorenrat mit seinem Pauschalsteuervorschlag unterstützen. Und wir versuchen auch weiter, auf die übrigen Mitglieder der Reformkommission in unserem Sinne einzuwirken. Hoffnung machen wir uns noch auf die Hilfe der AK.

  Unserer Minimalforderung: „Gebt uns unser Geld heraus!“ steht das Pensions-kassengesetz entgegen, wonach eine individuelle Kündigung nicht möglich ist. Eine Leidensgenossin hat daher am 24. 3. d. J. Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof eingebracht, durch die zu prüfen ist, ob die betreffende Bestimmung nicht verfassungswidrig ist. Auf diese Beschwerde muss innerhalb 8 Wochen eine Stellungnahme erfolgen.
Wir haben noch weitere Verfassungsklagen in Vorbereitung, um gegebenenfalls über unser Restvermögen, ehe es von den Pensionskassen ganz verwirtschaftet wird, als unser Eigentum selbst verfügen zu können.

  Die elenden Veranlagungsergebnisse der Pensionskassen, die sich nun zu einem Supergau ausgewachsen haben, betreffen nicht nur uns Pensionisten sondern auch hunderttausende aktive Kolleginnen und Kollegen mit ihrem Deckungskapital! Diese künftigen Leidensgenossen wissen von ihrem Schicksal noch nichts, weil sie die brutale Realität derzeit noch nicht auf ihrem monatlichen Kontoauszug sehen. Informieren Sie sie! Nutzen Sie das Schneeballsystem, klären Sie auf und unternehmen Sie, was immer Sie können, damit die Lobby der Pensionskassen die Warnungen an die Aktiven nicht durch Schönreden unterläuft!

  Wenn in unserem Sinne nichts passiert, werden wir unsere Ankündigung vom 29. Jänner auf dem Ballhausplatz „Wir kommen wieder!“ umsetzen - aber diesmal sollten es nicht nur 1000 Demonstranten sein, sondern ein Vielfaches! Halten Sie sich ab der zweiten Maihälfte bereit, zur Rettung unserer Altersvorsorge neuerlich ein kraftvolles Protestzeichen zu setzen. Wir Pensionskassengeschädigten repräsentieren ein Wählerpotential von hunderttausenden Stimmen. Wenn die Politik keine andere Sprache versteht…

Wir werden Sie über die Entwicklung der nächsten Wochen informiert halten und ersuchen Sie nachdrücklich, in Ihrem Umfeld Stimmung für Maßnahmen zur Rettung der Betriebspensionen zu machen.

Dr. Karl Pour                  Dr. Max Arbesser                  DI Günther Konecny
Obmann                           1. Obmann-Stv.                     2. Obmann-Stv.

Bühne
Das Rednerpult
Schnee
Die zweite Säule im Schnee

Sarg
Der Sarg vor dem Bundeskanzleramt
Traueergäste
Die Trauergäste hinter dem Sarg
Weitere Trauergäste
Grosse Anteilnahme

Mit diesem Schreiben an den Bundeskanzler wurden die gesammelten Unterstützungserklärungen  übergeben:

Herrn

Bundeskanzler

Werner Faymann

 

1010 Wien

Ballhausplatz                                                Wien, 29. Jänner 2009

 

 

 Betrifft: Zusammenbruch der „2. Säule“ der Altersvorsorge
             Unterschriftenaktion von mehr als 5.000 im Pekabe                  organisierten Pensionskassenberechtigten

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler,

 

 

Der Schutzverband der Pensionskassenberechtigten, Pekabe, erlaubt sich, Ihnen im Rahmen der heutigen Großdemonstration von über 1.500 angemeldeten Pensionskassenberechtigten vor dem Bundeskanzleramt rund 5.700 Unterschriften von Betroffenen auf Unterstützungserklärungen zu überreichen.

 

Wir erinnern die Regierung an die politische Verantwortung für die Fehlentwicklungen im österreichischen Pensionskassenwesen. Und wir fordern in einem knapp gefassten Katalog politische Aktionen, um die „2. Säule“ der Altersversorgung vor ihrem endgültigen Zusammenbruch zu retten.

Dabei berufen wir uns auch auf die Verwendungszusagen der beiden Regierungsparteien aus den Wochen vor der Wahl, in denen nur bestätigt wurde, was bereits Inhalt des Regierungsprogramms Ihrer Vorgängerregierung war:

Die Erkenntnis der Dringlichkeit einer Sanierung des heimischen Pensionskassenwesens und das erforderliche Setzen von Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Systems insgesamt. Beides ist nach dem Kollaps 2008 nunmehr Gebot der Stunde.

    
Ohne Ihre Hilfe ist das von allen Instanzen des Landes gewollte und geförderte Altersvorsorgemodell für mehr als eine halbe Million österreichischer Leistungsträger, die viel beschworene „2. Säule“ über die Pensionskassen, gescheitert.

          In der Erwartung Ihrer tatkräftigen Unterstützung der berechtigten           Forderungen tausender Pensionskassenberechtigter und mit                   bestem Dank im Voraus

Mit freundlichen Grüßen

 

für den Schutzverband der Pensionskassenberechtigten / pekabe



Dr. Karl Pour      Dr. Max Arbesser        Dipl. Ing. Günther Konecny

Vorsitzender      1. Stv. Vorsitzender     2. Stv. Vorsitzender          

Trommel
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