Marianne Veigel 2 Kommentare

APA-Presseaussendung pekabe:

Dringender Appell an die Regierung zur Sanierung des PK-Systems

 


Wien (OTS) – Pekabe, der Schutzverband der Pensionskassenberechtigten versucht immer sachlich und mit seriös untermauerten Fakten zu argumentieren, was bei der „Marketingwelle“ des Pensionskassenfachverbands zunehmend immer schwerer fällt.

Die schon länger andauernde Welle an Inseraten, p.r.—Artikeln, Statements von „Experten“ betreffend die gewünschte Ausweitung des PK-Systems wird langsam unerträglich und kann die derzeitige negative Entwicklung der Performance und die damit absehbaren Kürzungen tausender PK-Pensionen für 2019 nicht überdecken.
Eine negative Performance ist für die PK-Berechtigten ein nachhaltiger Verlust ihres Pensionskapitals, bedeutet unaufholbare Pensionskürzungen und kann daher kein „Erfolg“ sein, auch wenn die PK diese Behauptung mit tendenziösen Vergleichen zu untermauern versuchen.
Fakt ist: Das österreichische PK-System bedarf – wie von pekabe immer wieder eindringlich gefordert – schon seit geraumer Zeit dringend einer Verbesserung für die Berechtigten:
Vor allem müssen die Pensionskassen Ergebnisverantwortung für die Veranlagung übernehmen und sich am Veranlagungsrisiko beteiligen. Es kann auf Dauer nicht sein, dass die PK-Berechtigten das alleinige Risiko tragen.
Ohne Änderung der aktuellen Rahmenbedingungen ist es verantwortungslos weitere ArbeitnehmerInnen – auch mit geringem Einkommen (wie es sich die PK wünschen) – in dieses PK-System zu locken, bei dem das einzig Sichere die über -zig Jahre zu leistenden Beiträge sind, es aber nicht die geringste Garantie für die von den PK zu erzielenden Erträge und damit die zukünftigen Pensionszahlungen gibt.
Die Mehrheit der PK-Pensionisten musste seit dem Jahr 2000 immer wieder gravierende Kürzungen der nominellen PK-Pension hinnehmen, eine nachhaltige Steigerung zur Inflationsabgeltung ist ohnedies Utopie. Tatsache ist, dass viele PK-Pensionisten heute nicht einmal mehr die Hälfte der ihnen zugesagten PK-Pension erhalten.
Die Fehler der Vergangenheit lassen sich leider nicht mehr korrigieren. Die Politik hat gegenüber diesem Problem beharrlich die Augen verschlossen. Geplante Vorhaben in Regierungsprogrammen wurden bis dato nicht umgesetzt. Zuletzt gab es die Zusage des Bundesministers für Finanzen sich im Rahmen der Steuerreform 2020 mit den systemrelevanten Problemen des Pensionskassengesetzes zu befassen.
Es ist hoch an der Zeit die wesentlichen Schwächen des Systems zumindest für die Zukunft zu beseitigen und für eine stabile 2te Säule des österreichischen Pensionssystems zu sorgen.
Bis dahin gilt für die rd. 100.000 Pensionisten und mehr als 800.000 Anwartschaftsberechtigte das Prinzip „Hoffnung ohne Sicherheitsnetz“.

 

— 2 Comments —

  1. Folgenden Brief habe ich heute an die Valida geschrieben.

    Bitte an die u.a. Herren weiterleiten.

    Sehr geehrter Herr Schleifer!
    Sehr geehrter Herr Magister Schörg!

    Wiederum wenden Sie sich an die Betriebspensionisten mit einer schlechten Nachricht. Sie kürzen die Pensionen wieder einmal erheblich.
    Ich beziehe nun meine Betriebspension des ORF seit 12/2007. Gleich im darauffolgenden Monat wurde meine Pension gekürzt. Noch relativ geringfügig, aber gleich ein Jahr später waren es minus 13 %. In den Jahren meiner Zwangsmitgliedschaft haben Sie 3 Mal erhebliche Verluste produziert, 4 Mal gabs geringfügige Erhöhungen unter der Inflationsrate und 4 mal blieb die Pension gleich. Eine wahrhaft tolle Performance der Österreichischen Pensionskassen.
    Schuld an der Misere sind immer schwer nachvollziehbare Ereignisse der internationalen Finanzwelt. Es gab heftige Proteste von Pekabe und anderen, die sich um uns kümmern, aber alles vergeblich. Schuld daran trägt auch die Politik der ehemaligen schwarzblauen Regierung, die die Mindestsicherung im Pensionskassengesetz novellierte und damit abschaffte.
    Unvorstellbar, dass die gesetzlich Pension um 5% gekürzt wird, unvorstellbar dass die Beamtenpension gekürzt wird. Unvorstellbar, dass Ihr Gehalt gekürzt wird. Nur bei den Betriebspensionen ist dies möglich. Dies lässt nur einen Schluss zu und diesen Schluss zu ziehen überlasse ich Ihnen. Jedenfalls habe ich seit 2007 33. 031. 88 Euro bei der Valida verloren. Im kommenden Jahr verliere ich weitere 600 Euro.
    Eigentlich hätte ich für 2019 ein Plus erwartet. Die Wirtschaft floriert, als müssten auch die Pensionskassen Gewinne machen. Doch das Gegenteil ist der Fall. Sie sollten unser Geld treuhändisch verwalten, was Ihnen offenbar nicht gelungen ist.

  2. Neuerlich ist Valida Pensionskasse negativer Spitzenreiter. Heute erhielten auch alle Siemens Pensionisten die Vorschau der PK Pension ab 1.1.2019, in der uns die „Anpassung unserer Betriebspension“ verkündet wird. Zitat: „Auf Basis der vorläufigen Veranlagungsergebnisse kommt es zu einer Verminderung Ihrer Betriebspension. Wir werden daher Ihre Betriebspension per 1.3.2019 anpassen und als
    Akontoleistung auszahlen Die Anpassung erfolgt in einer Bandbreite von – 10,50% bis – 11,50%.“
    Hinweis: Die ASVG-Pension ist ab 2001 bis zum 1.1.2018 auf das 1,2674 -fache, also um 26,7% gestiegen, die Siemenspension (früher Siemens PK, ab 2012 Valida Pension AG) zwischen 31.12.2003 bis zum 1.1. 2018 auf das 0.636-fache, also um 36,4% gefallen.
    Wir hoffen, dass nun PEKABE neuerlich politische Konsequenzen im PKG und EStG fordert. Danke.

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