Karl Brezina 1 Kommentar

Das Pensionskassensystem weist schwerwiegende Mängel auf: betroffen sind davon rund 920.000 Wähler als Berechtige der Pensionskassen.

Wir haben die verantwortlichen Politiker und Spitzenkandidaten der Parteien dazu heute um Stellungnahme ersucht.

Von diesen 920.00 Wählern beziehen derzeit zirka 90.000 Personen eine Pensionskassen-Pension von durchschnittlich 350,- Euro netto im Monat. Insgesamt überwiegen kleine Pensionen, 70% der Pensionen bewegen sich unter 200,- Euro netto pro Monat.  

Diese Pensionen stagnieren und wurden zum Teil auch massiv gekürzt – Ursache dafür ist ein Pensionskassen-System mit schwerwiegenden Mängeln: das gesamte Risiko tragen die Berechtigten denen keinerlei Mitspracherecht zusteht.

Es ist enttäuschend, dass die im Regierungsprogramm für 2016/2017 vorgesehene Evaluierung des Pensionskassengesetzes nicht umgesetzt wurde.

Das wichtigste Ziel für pe|ka|be ist die nachhaltige Wertsicherung der Pensionsansprüche, wir fordern daher: 

  • Pensionskassen müssen Verantwortung für das Veranlagungsergebnis übernehmen
  • Im Sinne einer Risikoreduktion einen Mindestertrag garantieren (was bis 2004 auch gesetzlich geregelt war)
  • Verpflichtende Kostentransparenz 
  • Stärkung des Mitspracherechts
  • Steuerliche Entlastung da die Berechtigten das volle Risiko tragen 
Wir haben daher die Spitzenkandidaten der politischen Parteien sowie die Interessenvertretungen wie Arbeiterkammer und Gewerkschaft zur Stellungnahme aufgefordert,  über Reaktionen und Rückäußerungen werden wir umgehend berichten.
Den vollständigen Brief finden Sie hier: Brief an Spitzenkandidaten August 2017

 

 

 

— One Comment —

  1. An dieser Stelle einmal ein ganz herzliches Dankeschön an das Team der Pekabe, die sich seit vielen Jahren unermüdlich und ehrenamtlich für alle Berechtigten einsetzen, um eine Verbesserung des österreichischen Pensionskassengesetzes – dem schlechtesten in ganz Europa – zu erreichen. All diese Bemühungen kommen in erster Linie den derzeit über 800.000 Anwartschaftsberechtigten zugute. Diese sollten die Entwicklung ihres Deckungskapitals anhand der jährlichen Kontonachrichten vielleicht einmal etwas genauer anschauen ….

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