Karl Brezina 23 Kommentare

Aufgrund der massiven Verluste der Pensionskassen im Vorjahr und der dramatischen Lage der Pensionisten haben wir uns entschlossen unsere Forderungen im Wege einer parlamentarischen Bürgerinitiative an die verantwortlichen Politiker heranzutragen.

Die Verluste der österreichischen Pensionskassen im Jahr 2018 und die daraus resultierenden Pensionskürzungen (teilweise über 10%) sind der Beweis, dass dieses System als stabile Ergänzung zur staatlichen Pension vollkommen ungeeignet ist. Viele Pensionen betragen heute weniger als die Hälfte der Erstpension.

Die Pensionisten tragen das volle Risiko, während den Pensionskassen keinerlei Verantwortung für das Veranlagungsergebnis abverlangt wird. Die Pensionskassen haften nicht für ihre Entscheidungen.

Die Schuld liegt aber auch bei der Politik: sowohl das Finanzministerium als auch die Finanzmarktaufsicht haben einen viel zu hohen Rechenzins genehmigt und somit die unrealistischen Ertragsannahmen in den Pensionskassenverträgen mitzuverantworten.

Dieses Beispiel zeigt die katastrophale Entwicklung der letzten 20 Jahre auf:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir fordern daher:

  1. Steuerliche Geltendmachung von Verlusten aus Pensionskassen-Pensionen.
  2. Steuerfreie Auszahlung der PK-Pensionen aus versteuerten Arbeitnehmerbeiträgen und nach § 48a und § 48b PKG umgewandelten Arbeitgeberbeiträgen.
    Dort wo eigene Beiträge bereits mit Lohnsteuer belastet wurden, sollen die daraus entstandenen Pensionen steuerfrei ausgezahlt werden, Doppelbesteuerungen sollen systematisch gestrichen werden.
  3. Optionale Vorwegbesteuerung der Deckungsrückstellung mit dem Halbsteuersatz und anschließend steuerfreier Auszahlung der Pensionskassen-Pension als Dauerrecht für alle Leistungsberechtigten.
  4. Wiedereinführung der im Pensionskassengesetz bis 2003 gültigen Mindestertragsgarantie durch die Pensionskassen im Sinne ihrer Ergebnisverantwortung und damit eine faire Risikoreduktion für die Berechtigten.
  5. Optionaler Verzicht auf die Dotierung der Schwankungsrückstellung durch Leistungsberechtigte als Dauerrecht.
  6. Verbesserung der Kostentransparenz, insbesondere der Veranlagung – Aufschlüsselung der Gesamtkostenquote
  7. Einbindung der Pensionskassen-Berechtigten in den Konsumentenschutz bzw. Schaffung einer OmbudsstelleVertretung der Leistungsberechtigten im Aufsichtsrat.

Unterstützen Sie unsere Initative auch mit Ihrer Unterschrift!
Das dazu notwendige Formular für die Unterstützungserklärungen finden Sie hier: Download der Unterstützungserklärung.
Senden Sie die Unterstützungserklärungen mit Originalunterschriften bis spätestens 20.3.2019 an unser Postfach: pekabe, Schutzverband der Pensionskassenberechtigten, Postfach 317, 1011 Wien.
Den vollständigen Antrag an den Nationalrat finden Sie hier.

 

 

— 23 Comments —

  1. Die Performance der Valida Pensionskasse ist schlichtwegeine Katatstrophe und inakzeptabel. Ein Schreiben an die Geschäftsführung ist seit eine dreiviertel Jahr unbeantwortet. Dies zeigt das Niveau der Geschäftsführung die diesen Namen sicher nicht verdient. Diese Herren verdienen sicher viel zu viel für deren Leistung.
    Es ist an der Zeit, dass hier die Politik handelt und die Pensionisten schützt!

    • Sie haben vollkommen recht. Bekam heute die Leistungsinformation mit der Ankündigung von -12,5% ab 1.1.2019. Es ist Frechheit, wie bei dieser Valida agiert wird.

  2. Diese Situation ist nicht neu. Die verschiedenen Probleme ziehen sich über Jahre. Begünstigt durch die immer wieder kehrenden Fusionierungen. Da kann Vieles gut verschmiert und vertuscht werden.

  3. VBV……eine Katastrophe und nicht zu tolerieren, gemeinsam sind wir stark und Politiker müssen in die Pflicht genommen werden.

  4. Was sagt eigentlich die Arbeiterkammer dazu ?
    Sie ist als Sozialpartner für das schlechte Pensionskassen-System mit verantwortlich. Sie preist die Vorzüge des umlagefinanzierten Pensionssystems, lässt aber die geschädigten Firmenpensionisten mit ihren Problemen allein. Von einer Interessensvertretung sollte man sich eine volle Unterstützung unserer Anliegen erwarten können !

  5. Was die Arbeitkammer betrifft, hat diese überhaupt kein Interesse diesbzgl. Etwas zu unternehmen, sondern Sie sehen dies als Angriff auf die Zukunfstvorsorge, die sodann zum scheitern verurteilt werde.

    • Aber beim Gesetz waren sie dabei und jetzt wissen sie nichts mehr davon. Wofür haben wir eigentlich AK-Umlage gezahlt ? Eine Interessensvertretung stelle ich mir anders vor !

  6. Ist den Verursachern eigentlich bewußt, dass wir Fixkosten haben???? Ich werde, vielleicht aus meiner Genossenschaftswohnung ausziehen müssen, was ich mir aber eigentlich auch nicht leisten kann, weil ich sie neuwertig ausstatten muss , wenn ich gehe. Eine neue Mietwohnung ist auch nicht erschwinglich und ins Altersheim kann man auch nicht, weil die Aufnahmebedingungen nicht erfüllt werden. Wo führt das noch hin? Muss ich jetzt ins billigere Burgenland ziehen???

    Ich suche mir jetzt einen Teilzeitjob, so 20 Stunden die Woche. Mir fehlen 29 Monate auf eine staatliche Pension. Die versuche ich zu erarbeiten. Falls es Probleme gibt und die italienischen Behörden langsam arbeiten möchte ich zumindest Anspruch auf die Mindestpension haben.

    Vielleicht machen wir dann Pensionisten WG s auf – sie entschuldigen meinen Galgenhumor!

  7. so eine Schweinerei!!!!!!!!!
    Das Geld wurde für MICH von meiner Firma einbezahlt….
    ich will es einfach nur zurück!!! Es steht mir/uns zu!
    Ich kann es selbst vernichten!!!!!!!!!!!!

    • Stimmt! Siemebs hat such da aus der Verantwortung gezogen, indem sie die Pensionisten der Valida ausgeliefert hat

  8. Im österreichischen PK-Modell tragen nur die LB’s (Pensionisten) & die AWB’s (Aktive) das Risiko. Staat, Pensionskassen & Arbeitgeber (aktuelle u/o ehemalige) sind aus meiner Sicht hier komlett fein raus. Ich bin neugierig, ob irgendwer im Parlament das mal versteht und sich ggf. sogar dazu versteigt, für die Betroffenen im BPG u/o im PKG die dringend benötiogten legislativen Verbesserungen (besser: Korrekturen) einzubringen bzw. durchzusetzen. Gründen wir doch eine Partei (Stichwort: „graue Panther“) … unser Stimmenpotenitial liegt bei mindestens 900.000 ! Dies wäre dann auch im österr. Parlament eine zu berücksichtigende Macht !

    • Leider ist das nicht nur beim PK Thema der Fall (siehe auch die mickrigen, realitätsfernen sogenannten ASVG Pensionsanpassungen der letzten Jahre) – in Österreich haben die „Alten“ leider keine wirkungsvolle Vertretung und —sie lassen sich das auch willig gefallen und wählen an der Urne immer wieder dasselbe System. Noch passiert das auf einem ausreichendem Niveau, aber irgendwann landen wir und die künftigen Generationen in der Altersarmut.

  9. Das Ertragsproblem der Pensionskassen und somit sich ständig reduzierende Pensionen wird sich auf Grund der Zinspolitik der EZB wohl weiter fortsetzen. Auch in er Schweiz ist dies bereits zum Thema geworden wie ich der Neuen Züricher Zeitung entnehmen konnte. Dort überlegt man bei Pensionsantritt einen Teil des Kapitals (ein Drittel) steuerfrei bar auszuzahlen und das Veranlagungsrisiko somit zum Teil auf den Pensionsbezieher zu überwälzen. Als weiterer Schritt ist auch eine Reduzierung des Rechnungszinses angedacht. Denn nur so kann die dritte Säule entsprechende Renditen erzielen und einigermaßen attraktiv sein. Nach meiner Meinung zielen beide Maßnahmen in die richtige Richtung, wenn man eine Sanierung des Pensionskassensystems im Auge hat. Sollten weiterhin keine Sanierungsmaßnahmen getroffen werden wird wohl das System zusammenbrechen.

  10. Bei dem angeführten Beispiel wäre noch interessant zu wissen, um welche PK es sich handelt und vor allem, welcher Rechnungszins zugrunde liegt

  11. Einfach brtrogen worden bei der verpflichteten Umstellung von einer garantierten Pensionszusage(bei Sparkassen)ln die Pendionskasse.
    Auch mit Mithilfe der Gewerkschaft!!und der Ak!!
    Ich fühle mich betrogen und möchte m e i n Geld !!ausbezahlt bekommen.

  12. Ich war bis zu meinem Pensionsantritt zum 01.03.2017 als selbständiger Vermögensberater und Versicherungsmakler tätig.
    Hätte ich wie die Valida über viele Jahre hindurch ausschließlich Verluste für die veranlagten Gelder meiner Kunden erwirtschaftet, wäre ich 100%ig vor Gericht gestanden und hätte auf Grund meiner Unfähigkeit Schadenersatz leisten müssen!
    Meiner Meinung sind die hohen Verwaltungsgebühren von mind. 3 % Schuld daran, dass bei der derzeitigen Performance an der Wr. Börse kein Gewinn erzielt werden kann!

  13. Wo bleibt die Unterstützung von der SPÖ und dem Pensionistenverband ? Meines Wissens nach gibt es auch für die AK-Pensionisten eine Betriebsrente. Wie sieht deren Performance aus ?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.