Karl Brezina Keine Kommentare

Die Österreichische Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) hat am 5.12.2018 ihren jährlichen Bericht über die Lage der österreichischen Pensionskassen veröffentlicht. Darin wird auf die gute Eigenmittelausstattung und die langfristig gute Performance verwiesen.

Tatsächlich stellt sich die Situation für die Pensionskassen-Berechtigten dramatisch dar. Aufgrund der negativen Performance im laufenden Jahr ist wieder mit Pensionskürzungen bis zu 10% zu rechnen. Einige Pensionskassen haben die Pensionisten bereits schriftlich über die zu erwartenden Kürzungen informiert. 

Geschäftsmodell ohne Risiko

In der APA-Aussendung wird von der FMA erwähnt, dass die Eigenmittelausstattung der Pensionskassen laufend steigt und um 66% über der gesetzlichen Eigenmittelerfordernis liegt.
Mit keinem Wort wird erwähnt, dass die Pensionskassen ein vollkommen risikoloses Geschäftsmodell haben:
Vom Erfolg unabhängige Gebühren und Spesen zahlen ausschließlich die Kunden, was mit dem Geld passiert erfahren diese allerdings nicht. Die Geschäftsberichte geben darüber nur bedingt Auskunft.

Fragliche Performance

Die ins Treffen geführte langfristig positive Performance ist für viele Bezieher einer PK-Pension absolut nicht nachvollziehbar, Pensionskürzungen von über 50% zeichnen ein komplett anderes Bild.
Eine negative Performance wirkt sich ausschließlich bei den Berechtigten aus: Veranlagungsziele werden verfehlt, Pensionen gekürzt.
Egal wie hoch die Verluste sind, die Pensionskassen müssen diese nie tragen. Das Management argumentiert mit dem „schwierigen Umfeld“, finanzielle Auswirkungen hat der Mißerfolg nur auf Seite der Berechtigten und nie in den Bilanzen der Pensionskassen.

Volatile Märkte

Laut Helmut Ettl, Vorstand der FMA, ist in den kommenden Jahren weiter mit einer volatilen Entwicklung an den Kapitalmärkten zu rechnen.
Was heißt das konkret? Sind die nächsten verlustreichen Jahre mit dramatischen Pensionskürzungen nicht abzuwenden?

Die Aussendung der FMA können Sie hier nachlesen.

 

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