Marianne Veigel Keine Kommentare

Für alle, die den Hörfunk verpasst haben, der Beitrag in Radio Ö1 mit Interview-Passagen von Josef Kronemann – nun zum NACHLESEN:

Ö1 am 21.06.2018 – Journal um acht:
Bericht von Volker Obermayr mit Interview-Passagen mit Herrn Josef Kronemann, Vorstandsvorsitzender der Pekabe:
Interview-Passagen unter Anführungszeichen „ …. “

Pensionen – Schutzverband will Zinsgarantie

Österreichs Pensionssystem gleicht einem Sessel mit drei unterschiedlich langen Beinen – mit großem Abstand am längsten ist die gesetzliche Altersvorsorge. Nach wie vor kurz geraten sind die private und die betriebliche Pension, die über den Kapitalmarkt laufen. Der Schutzverband der Pensionskassenberechtigten stösst sich an dieser Schieflage. Er fordert die Politik auf, die so genannte Firmenzusatzrente transparenter und attraktiver zu machen.

Volker Obermayr:
Bei der Betriebspension gibt es unterschiedliche Formen um eine bessere finanzielle Absicherung für die Zeit nach dem Berufsleben zu gewährleisten. Manche Firmen bieten fixe Zahlungszusagen, manche schliessen etwa Lebensversicherungen ab und manche bieten Zuzahlungen in eine Pensionskasse. Die mehr als ein Dutzend Kassen verwalten das eingezahlte Kapital und legen es an. Oft in Schuld-verschreibungen bei Kreditinstituten oder in Aktien. Der Verband kritisiert, dass es bei Veranlagungen und den damit verbundenen Kosten nach wie vor zu wenig Transparenz sowie Auskunft für die Leistungsbezieher gäbe. Zu ändern sei auch, dass die Einzahler allein das volle Risiko tragen. Einst fixe Zusagen der Betriebe seien vollkommen vom Kapitalmarkt abhängig. Ertragserwartungen von 3,5 % und mehr würden nicht erfüllt. Pekabe-Obmann Josef Kronemann fordert daher wieder eine fixe Zusage, dass die Kassen zugunsten der Einzahler zumindest Verluste abdecken, sprich: Versprochenes auch gehalten wird.

„Damit eben nicht das volle Risiko ausschliesslich bei den Betroffenen liegt, sondern dass auch die Pensionskassen Verpflichtungen eingehen indem sie einen gewissen Mindestertrag garantieren. Und dazu bedingt es auch, dass die Aktionäre das Eigenkapital der Pensionskassen erhöhen. Sonst wird das einfach materiell nicht funktionieren.“

Neben der Haftung der Pensionskassen samt Konsequenzen bei Verlusten will die pekabe ebenso eine andere Besteuerung der Zusatzrente erreichen.

Es gab eine einmalige Chance 2012 – die Möglichkeit der Vorwegbesteuerung. Zu besteuern und die Folgepension nur mit einem geringeren Prozentsatz zu besteuern. Das wollen wir als Dauerrecht eingeführt haben und im Falle von Verlusten, dass es die Möglichkeit der Verlustabschreibung auch gibt.“

Die Regierung könnte damit die zweite Säule stärken, sagt Josef Kronemann. Die Koalition solle die neue EU-Pensionsfonds-Richtlinie nutzen, um das System zu adaptieren. Die angedachten Reformen im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge seien zum Erliegen gekommen. Der pekabe-Obmann hofft ausserdem auf mehr Unterstützung durch den Konsumentenschutz, denn Arbeiterkammer und Gewerkschaft würden sich nicht zuständig fühlen.

„Es wird immer wieder betont das ist eine Zusatzleistung und – ja – die kann einmal höher, einmal geringer sein. Und man legt aus-schliesslich Wert auf die erste Säule, wogegen ja überhaupt nichts zu sagen ist. Aber deswegen die zweite Säule so zu vernachlässigen – da sind wir schon sehr enttäuscht von den Sozialpartnern.“

In Österreich gibt es bei der Firmenpension mehr als 900.000 Bezugsberechtigte, ein Viertel aller unselbständig Beschäftigten. Im Schnitt haben die Kassen im Vorjahr an die 480 Euro pro Monat ausbezahlt.
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Ö1 am 21.06.2018 – Nachrichten um 11 Uhr:
Der Schutzverband der Pensionskassen-Berechtigten, kurz Pekabe, fordert Änderungen bei der Betriebspension. Die Firmenzusatzrente müsste attraktiver, die Veranlagungen müssten transparenter sowie günstiger werden.

Volker Obermayr berichtet:
Vor allem will der Verband erreichen, dass die Kassen fixe Zahlungszusagen einhalten, unabhängig davon wie die veranlagten Beiträge auf dem Kapitalmarkt abschneiden.
Pekabe-Obmann Josef Kronemann:
„ Damit nicht das volle Risiko bei den Betroffenen liegt sondern dass auch die Pensionskassen Verpflichtungen eingehen indem sie einen gewissen Mindestertrag garantieren.“
Neben der Haftung der Pensionskassen samt Konsequenzen bei Verlusten will die Pekabe eine Steuerermässigung bei der betrieblichen Altersvorsorge erreichen. Der Verband kritisiert die Koalition, angedachte Reformen würden nicht verwirklicht. In Österreich haben mehr als 900.000 Beschäftigte eine Firmenpension, im Schnitt haben die Kassen im Vorjahr pro Monat 480 Euro ausbezahlt.

 

 

 

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