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Der Rechnungszins (technischer Zins) entspricht jenem Ergebnis, das erwirtschaftet werden muss, um zu gewährleisten, dass die Leistungen nominell gleich bleiben (->Beitragsorientierung) bzw. dass bei nominell gleich bleibendem Anspruch von Aktiven keine zusätzlichen Arbeitgeberbeiträge nachgezahlt werden müssen

->Leistungsorientierung. Der RZ ist kein Garantiewert, sondern eine rein rechnerische Hilfsgröße. Im Allgemeinen gilt: je kleiner dieser Zinssatz ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Kürzungen bei der Pensionskassenpension kommen kann.

ACHTUNG ----> ein erwirtschafteter Rechnungszins bedeutet noch KEINE Pensionserhöhung!

In den Medien und/oder weniger Sachkundigen wird immer wieder der Rechnungszins falsch interpretiert:

Ein von den Pensionskassen  in einem Geschäftsjahr erzieltes Veranlagungsergebnis in Höhe des Rechnungszinses, also von beispielsweise 5,5 %, wird immer wieder als „weit über der Inflationsrate“ bezeichnet und unterstellt fälschlicherweise, dass Pensionskassenpensionisten in diesem Fall eine jährliche Pensionserhöhung von 5,5 % bekämen. Davon kann nicht die Rede sein:

Wenn die Pensionskassen den Rechnungszins netto erwirtschaften, so heißt das lediglich, dass sie die Pensionen im folgenden Jahr in gleicher Höhe wie im Vorjahr auszahlen können, d. h. ohne Inflationsabgeltung! Diese wird erst möglich, wenn der sogenannte rechnungsmäßige Überschuss  erzielt wird, ein Zinssatz der in der Regel 2% über dem Rechnungszins angesetzt ist, was nur in Ausnahmejahren gelingt.  Die Konsequenz ist den Pensionskassen unangenehm – deshalb wird von dieser Seite die öff. Fehlinterpretation nicht nur nicht korrigiert sondern auch bereits in der eigenen Argumentation benützt: Man verwendet nur noch den Terminus „gleichbleibende Pension“ und verschweigt vornehm die Kaufkraft.

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