Performance der Pensionskassen weiterhin unbefriedigend

2. März 2021

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Mercer berichtet über die bestplatzierten Pensionskassen. Die Schlusslichter fehlen in dieser Betrachtung, die daher keinen umfassenden Vergleich ermöglicht.

Der Vergleich von Mercer in der Presseaussendung (OTS 0084) am 3.3.2021 liefert leider nur ein unvollständiges Bild, da - in langjähriger Gewohnheit - nur die besten Pensionskassen in der Presseaussendung erwähnt werden. Die Schlusslichter bei den Veranlagungsergebnissen bleiben leider unerwähnt.


Erwähnung finden die VBV, APK und Allianz, wo bleibt der Rest? PEKABE sieht einen derartigen Vergleich als wenig informativ an. 


Mercer kommt zu folgender Schlussfolgerung:  "Wie die langfristige Betrachtung zeigt, funktioniert das System über die Veranlagungszeiträume, die für die Altersvorsorge wichtig sind."
Nachdem im Jahr 2020 nicht alle Pensionskassen ein positives Ergebnis geliefert haben und viele Pensionisten wiederholt über Pensionskürzungen klagen, kann diese Schlussfolgerung nur zurückgewiesen werden.


An die Adresse von Mercer: letztendlich zählt nicht die langfristige Performance, für die PK-Pensionisten zählt ausschließlich die Pensionszahlung. Und wenn diese laufend gekürzt wird, dann ist die Enttäuschung groß. Dass man an einer verstärkten Einbeziehung der zweiten Säule zur nachhaltigen Sicherung des Pensionssystems festzuhalten müsse, ist angesichts der negativen Erfahrungen ein Schlag ins Gesicht der Pensionskassen-Pensionisten. Derartiges ohne Reform des Pensionskassensystems zu fordern ist entschieden abzulehnen.


Tatsache ist, dass zum Beispiel die Pensionisten von Siemens seit Jahren Pensionskürzungen hinnehmen mussten. Innerhalb von zehn Jahren betrugen die Kürzungen 34%. Ein derartiges System sichert weder den Lebensstandard im Alter noch ist es gerecht. Es zeigt deutlich die Schwächen in der Veranlagung und im Risikomanagement.


Welche Verantwortung übernimmt der Vorstand für das Veranlagungsergebnis? Was sagt der Aufsichtsrat dazu? Gibt es hier nicht Handlungsbedarf, wenn jahrelang Kürzungen erfolgen?

Aus Sicht der Berechtigten stimmt einzig der Profit der Pensionskassen, diese verdienen ohne Risiko an den laufenden Verwaltungskosten und haften nicht für Verluste.


Link zu den Aussendungen: Mercer und Stellungnahme seitens PEKABE